pervers

Sind wir alle Pervers?

Was ist eigentlich PERVERS? Gibt es pervers bei einer genauen Betrachtung überhaupt? Denn eigentlich lässt sich der Begriff weder subjektiv noch objektiv zusammenfassen. Viel mehr kommt man dabei am Ende zum Entschluss, dass der Begriff „Pervers“ eine rein gesellschaftliche Beurteilung ist. Im Umkehrschluss könnte damit festgehalten werden: Was wir als normal betrachten, könnten andere schon wieder als pervers bezeichnen. Ganz schön schwierig. Die Grenzen, zu dem was Pervers ist, werden also durch die Moralvorstellungen einer Gesellschaft gezogen. Und die Gesellschaft neigt gerne zu einer Doppelmoral. Und diese sind zudem in jedem Land anders. Bei uns ist die Kinderprostitution verboten, in der Schweiz ist sie erlaubt (ab 16 Jahren). Tiersex gilt bei uns als ein No-Go und kann sogar strafrechtlich verfolgt werden. In den Niederlanden wird der Tiersex hingegen gerne heimlich praktiziert. Und in Russland werden Hunde und andere Tiere genau für diese Praktiken gezüchtet.

Winnie Puh ist besonders pervers! Wer kennt nicht den Bär Winnie Puh. Würden Sie annehmen, dass er Pervers ist? Nein? Doch, Winnie Puh ist nach den gesellschaftskonformen Ansichten pervers. So zumindest in Polen. Dort wird derzeit in der polnischen Stadt Tuszyn über eine Hosenpflicht für den Bären nachgedacht. Wer weiß, was er so vollkommen nackt ohne Hose alles anstellen könnte. Oder denken wir an Homosexuelle. Bei uns werden Sie toleriert, in Russland, Polen und vielen anderen Staaten verfolgt und als pervers beschimpft und zusammengeschlagen. Doch es müssen nicht immer die großen Themen sein, die für die Frage „Pervers oder Nicht Pervers“ herhalten müssen.

Perversität in der Welt

Blick wir nach Japan. Kennen wir nicht alle die sexy Mangas. Eigentlich hätte der Kinderschutz in Deutschland längst einschreiten müssen. Mangas, also Zeichnungen junger Frauen (Teenager) mit sexy Outfit sprechen vor allem den erotischen Gedanken an und sind bei Jugendlichen besonders beliebt. Die Japaner haben aber mit der Sexualisierung Ihrer Kinder kein Problem. Das Problem taucht aber dann auf, wenn in japanischen Filmen die Schambehaarung zu sehen ist oder sogar ansatzweise die Vagina. Das geht gegen das Ehrgefühl der Japaner. Dort dürfen keine Schambeharrungen in den Filmen gezeigt werden. So wundert es nicht, dass die erotischen Videos mit Japanerinnen stets an den besten Stellen unscharf sind. Andernfalls wäre es eine Verletzung, die sogar strafrechtlich verfolgt werden kann.

Doch die Frage beginnt bereits bei den tagtäglichen Sexpraktiken bei uns in Deutschland an.- Wenn eine Frau auf den Mann beim Vorspiel uriniert oder er sein bestes Stück in den After der Dame schiebt. Auch das wird von vielen als Pervers angesehen. Doch auch ein neuer Trend ist dabei entstanden.

Pervers ist Trend

Denken wir an die ganzen Bücher und Filme zu SM Praktiken und an die Feuchtgebiete, die natürlich keiner je lesen oder sehen würde. Denn sie sind ja so pervers. Dabei erzielen genau diese Werke immer wieder Rekorde beim Absatz. Unter dem Strich: Pervers ist trendig und wie die Jugend sagen würde „Megageil“. Häufig sind es aber auch Randgruppen, die unter diesen Begriff fallen. Also Personen, die Ihre Vorliebe für etwas entdeckt haben, das die große Masse als solches nicht teilt. Denken wir an die Schweizer, die ab und zu auch gerne einmal eine Katze essen (galt lange als große Spezialität) oder die Chinesen, die immer gerne einmal einen Hund verspeisen. Bei uns ein absolutes No-Go. Doch wo ist der Unterschied zu einem Hühnchen oder einem Beef-Steak? So gesehen sind wir eigentlich alle Pervers.