Frau mit Pillen

Das Geschäft mit der Lust

Aphrodisiaka wirken und werden heute unbewusst überall eingesetzt. Wie entsteht Liebe und Verlangen? Eine Frage, die Wissenschaftler seit Jahrhunderten versuchen zu beantworten. Heute steht fest, das sich ein Menschen eigentlich vorwiegend aus einem Grund verliebt. Es ist der Duft. Das Aussehen ist nicht einmal entscheidend. Der Duft muss genau in diesem Augenblick stimmen, um die andere Person zu bezirzen und schon kann Liebe entstehen. Das Aphrodisiaka kann dabei helfen und die Sinneseindrücke manipulieren.
Das Mittel zur Steigerung und Belebung der Libido wird auf unser Lustempfinden und kann uns sexuell erregen. Abgeleitet wurde der Name Aphrodisiaka von der Göttin der Liebe. Auf der ganzen Welt wurden mittlerweile mehr als 500 Substanzen als Aphrodisiaka entdeckt. In abgeschwächter Form werden diese Mittel auch in der Nahrung und beim der Produktpräsentation genutzt. Nur wenn ein Produkt gut duftet, wird es auch gekauft. So lautet die Logik, die entsprechend gut manipuliert und durch das Aphrodisiaka den Kunden praktisch zum Kauf beflügelt.

Aphrodisiaka – Blick in die Vergangenheit

Aphrodisiaka gab es schon im Mittelalter und lange davor. Früher nannte man diese Pflanzen, die solche Lockstoffe besaßen Zauberpflanzen. Das Aphrodisiaka konnte aus Löffelkraut, Petersilie, Grünkohl und vielen anderen Gewürzen gewonnen werden. Das Geschäft mit dem Aphrodisiaka war in den 1990er Jahren sehr stark verbreitet. Es gab viele Parfums mit einem hohen Anteil an Aphrodisiaka. Allerdings gab es irgendwann gesetzliche Auflagen. Und die heutigen Aphrodisiaka-Parfums sind nur noch sehr gering dosiert. Die Wirkung ist heute praktisch bei dieser geringen Dosierung kaum vorhanden. Damals funktionierten diese Parfums hervorragend. Nicht unbedingt, um sofort Sex zu haben. Sondern um die Person gegenüber freundlich zu stimmen. Die Chancen auf ein Miteinander stiegen dadurch deutlich. Allerdings handelte es sich dabei um eine gewollte Manipulation.
Dennoch gibt es abseits der Düfte andere Mittel als Aphrodisiaka, die das Lustempfinden wieder steigern sollen. Das Geschäft mit der Lust in diesem Bereich blüht. Besonders beliebt ist es, das Aphrodisiaka bei Nahrungsmitteln einzusetzen, um eine Art Abhängigkeit zu schaffen. Wir kennen das alle von den Süßigkeiten, wo die meisten Hersteller bestimmte Mittel zugeben, damit eine Art Sucht entsteht. Das führt zu einem immer wieder währenden Kauf. Schokolade war früher in der Entdeckungszeit gar nicht einmal so beliebt, wie gerne berichtet. Erst durch die Zugabe von bestimmen Lockstoffen, also einem zusätzlichen Aphrodisiaka, konnte der Verbraucher in gewisser Hinsicht abhängig gemacht werden. Dabei geht es aber nicht nur um Duft und Geschmack. Auch das Aussehen kann zu einem Aphrodisiakum werden. So ist der Übergang vom Aussehen eines Nahrungsmittels, das uns sexuell verführt und anspricht, nur fließend.
Kaffee, Ginseng, Catuaba und andere Pflanzen gehören in den Aphrodisiaka Bereich. Zwar gibt es bis heute keine wissenschaftlichen Belege, diese könnten zudem gravierende Auswirkungen auf die Hersteller von Nahrungsmitteln haben, dennoch gilt die Wirkung als Fakt.

Drogen mit Aphrodisiakum

Auch Drogen können zu einem Aphrodisiakum werden. Dazu zählen Alkohol, Cannabis, Poppers und andere psychotrope Substanzen. Sie steigern das sexuelle Verlangen und verringern die Hemmungen.

Darum wirken Aphrodisiaka

Ein Grund, warum das Aphrodisiaka wirkt liegt darin, dass pflanzliche Potenzmittel die Durchblutung anregen können und in dieser Folge mehr Endorphine produzieren. Einige Lebensmittel enthalten zum Beispiel einen besonders hohen Anteil von Zink (z.B. Auster). Das steigert die Spermienproduktion im männlichen Hoden. Es gibt sogar eine Legend, demnach hat Casanova täglich bis zu 50 Austern gegessen. Er kannte die Wirkung von Aphrodisiaka und nutzte diese zu seinem Vorteil.

Keinesfalls übertreiben

Übertreiben sollte man es aber damit nicht. Viel muss nicht zwangsweise helfen. Denn die Lebensmittel verändern nicht nur den Duft der Hautausdünstungen, sondern auch bei oralen Spielen den Geschmack des Sperma.